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Wie führe ich eine Wettbewerberanalyse durch?

Du begeisterst dich für ein Thema und willst dazu eine erfolgreiche Webseite aufbauen? Dann musst du es irgendwie schaffen, dich positiv von der Masse deiner Mitbewerber abzuheben. Erst dann werden Besucher auf dich aufmerksam und kommen gerne zu dir zurück. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du das schaffst. Dabei gehen wir darauf ein, wie du dir einen Überblick über deine Wettbewerber verschaffst, wie du ihre Stärken und Schwächen herausfindest und wie du davon profitierst.

1. Ziele

Wenn wir uns an eine Wettbewerberanalyse machen, haben wir zunächst einmal zwei Ziele:

  • Wir wollen einen Überblick über die wichtigsten Dimensionen unseres Themas bekommen
  • Wir wollen die Stärken und Schwächen unserer Wettbewerber herausfinden

Der Überblick über die Repräsentation unseres Themas im Internet soll uns als Referenz dienen. Daran erkennen wir, wie ausführlich die verschiedenen Seitenbetreiber die Thematik relativ zur Gesamtmenge der verfügbaren Informationen behandelt haben. Das wird später wichtig, wenn wir die inhaltliche Qualität von Wettbewerberseiten bewerten wollen. Außerdem bietet uns ein umfassender Überblick auch viele Möglichkeiten, Dimensionen eines Themas zu finden, die häufig nicht berücksichtigt werden.

Weiterhin hat eine möglichst große Zahl verfügbarer Informationsquellen für uns auch den Sinn, Informationen besser validieren zu können. Je mehr Quellen wir zur Verfügung haben, desto gewissenhafter können wir prüfen, wo Wettbewerber inhaltliche Mängel haben.

Unsere Wettbewerbsanalyse befähigt uns also zu zwei Dingen:

  • Schwächen von Wettbewerbern eigene Stärken entgegenstellen
  • Stärken von Wettbewerbern situationsangemessen begegnen

2. Grundsätze bei der Recherche

Grundlage einer jeden Analyse ist eine ausreichend große Datengrundlage. Deshalb geht es uns im ersten Schritt darum, so viele Seiten aus dem Themenbereich zu finden wie möglich. Um das Ganze etwas greifbarer zu machen, veranschaulichen wir es anhand eines Beispiels.

Nehmen wir an, wir sind seit einigen Jahren freizeitmäßig im Laufsport unterwegs und wollen nun ein Informationsportal aufbauen, in dem wir uns mit Fragen wie Marathonvorbereitung, Ausrüstung, Ernährung etc. beschäftigen. Unser Ziel ist es, Einsteigern und Fortgeschrittenen dabei zu helfen, Fehler zu vermeiden und ihre Leistung Schritt für Schritt zu verbessern. Wie das Ganze strukturiert und gestaltet sein soll, wissen wir an dieser Stelle noch nicht.

2.1. Ausreichend Zeit einplanen

Sich gewissenhaft in ein Thema einzuarbeiten, kostet Zeit. Deshalb sollte man sich gerade für diesen Arbeitsschritt etwas mehr davon einplanen. Nur wer sein thematisches Umfeld und seine Wettbewerber genau kennt, kann seine eigene Webseite sinnvoll positionieren.

Oft wird hier an der falschen Stelle gespart. Viele Webmaster geben bei Google höchstens ein paar wenig aussagekräftige Keywords wie „Laufsport“ ein und scrollen durch die ersten paar Ergebnisseiten. Dass man dabei nur ein oberflächliches Bild seiner Konkurrenz kommt, liegt auf der Hand. Zu raffinierten Insider-Portalen und ähnlichem wird man auf diese Weise erst gar nicht vorstoßen.

Wir empfehlen deshalb mit Nachdruck, für eine erste Sammlung von Seiten ausreichend Zeit einzuplanen. Man macht an dieser Stelle nichts verkehrt, sich einen bis zwei Arbeitstage dafür freizuhalten, nach Möglichkeit noch mehr. Schließlich soll man der Seite anmerken, dass der Webmaster mit Leidenschaft dabei ist. Das bedeutet, dass er ein Gefühl für das Thema und für wichtige Aspekte hat. Das kann man nicht mal eben schnell entwickeln.

2.2. Nicht nur auf Tools verlassen

Häufig verlassen sich Webmaster an einer viel zu frühen Stelle des Analyseprozesses auf Tools. Dann geht es nur noch darum, häufig gesuchte Keyword-Kombinationen zu finden, anstatt ein Gespür für die organisch gewachsene Struktur des Themas zu entwickeln.

Es spricht nichts dagegen, erst einmal mit Begriffen zu beginnen, die man kennt, und dann intuitiv Assoziationen dazu aufzuschreiben. Scheu dich nicht, Begriffe zu nutzen, die du aus deiner eigenen Erfahrung kennst. Visualisiere Situationen, die mit dem Thema zusammenhängen, und nimm auch mal ungewöhnliche Perspektiven ein. Denk zum Beispiel an Gefühle nach dem Lauf, Gelenkschmerzen, wo verstaust du deine Schlüssel etc.

Allein für diesen ersten Schritt kannst du dir ruhigen Gewissens 2 – 3 Stunden einplanen. Mit verschiedenen Kreativitätstechniken (auf die wir noch in einem gesonderten Beitrag eingehen) kannst du den Ablauf auch recht gut strukturieren und systematisch interessante Aspekte des Themas erschließen, ehe du überhaupt ein einziges Tool genutzt hast.

2.3. Nicht ins Kopieren verfallen

Viele Webmaster neigen dazu, bei der Analyse von Wettbewerbern in einen Kopiermodus zu verfallen, wenn sie z. B. Sachen beim ersten Betrachten beeindruckend finden. Wenn man nicht genau versteht, warum der Seitenbetreiber diesen oder jenen Text genau so und nicht anders geschrieben hat, neigt man dazu, das Gesehene unreflektiert zu übernehmen – erst recht, wenn man sich wenig Zeit dafür einräumt.

Deshalb solltest du nach der Sammlungsphase immer erstmal ein wenig Zeit vergehen lassen. Danach geht es darum, die abstrakten Muster hinter dem zu verstehen, was deine Wettbewerber getan haben, um festzustellen, ob das ein geeignetes Mittel ist, seine Ziele zu verfolgen.

Merke! Es geht nicht darum, Inhalte zu kopieren. Es geht darum:

  • Räume zu finden, in denen man sich entfalten kann
  • Strukturelle und inhaltliche Fehler zu vermeiden
  • Ein Gespür für die zentralen Dimensionen eines Themas zu bekommen

2.4. Ergebnisse dokumentieren

Ergebnisse einer Recherche sollten immer dokumentiert und aufbewahrt werden. Das gilt vor allem dann, wenn du dich häufig mit verschiedenen Themen beschäftigst. Wenn du einmal wieder mit dem Thema zu tun hast, hast du deine Recherchequellen dann alle schnell wieder zur Hand und kannst einiges an Zeit sparen.

3. Die einzelnen Schritte der Recherche

Kommen wir nun zur eigentlichen Recherche. Hier erfährst du, wie du dir einen soliden Datenpool anlegst, mit dem du arbeiten kannst.

3.1. Einfache Google-Suche

Eine einfache Google-Suche ist immer ein guter Schritt, um einen ersten groben Überblick zu gewinnen. Nutze hierbei die Begriffe, die du in einer ersten Assoziationsrunde gesammelt hast. Beim Thema Laufen könnten das Begriffe wie Marathonvorbereitung, Laufausrüstung und Jogging, aber auch schon spezifischere Themen wie Trainingsplan, Pulsuhr und Leistungsdiagnostik sein.

Es empfiehlt sich, die Begriffe gleich in Ober- und Unterkategorien einzuordnen, sodass du nicht nur ein ungeordnetes Assoziationsraster, sondern gleich eine erste Struktur hast, in die du neues Wissen schnell einordnen kannst.

Mit einer ersten Suche kommt man dann beispielsweise auf Seiten wie die folgenden:

  • https://www.fitforfun.de
  • https://www.runnersworld.de
  • https://lauftipps.ch
  • https://www.laufen.de
  • https://marathon-vorbereitung.com/
  • https://www.laufcampus.com

Diese notieren wir uns erst einmal in Listenform. Es geht uns zunächst noch nicht um eine Vorauswahl nach Qualitätskriterien. Erstmal wollen wir ein möglichst breites Bild bekommen, das das Themenspektrum gut abdeckt. Wenn man zu früh aussortiert und Ergebnisse ausklammert, weil es zu viel werden könnte, geht man die Gefahr ein, dass vor allem kleine Randaspekte unter den Tisch fallen, die am Ende die entscheidenden Potenziale zum Hervorstechen bieten.

3.2. Auf den gefundenen Seiten weitersuchen

Im ersten Schritt solltest du dir schon eine ordentliche Liste zusammengestellt haben. Sicher ist dabei auch die eine oder andere Seite häufiger in den Ergebnissen aufgetaucht.

Gerade bei diesen Seiten hast du oft gute Chancen, Anknüpfpunkte für die weitere Recherche zu finden. Lies dir zunächst einmal ein paar Artikel durch und sieh dir an, auf was für Seiten sie verlinken. Gute Seiten verlinken oft auf ebenfalls gute und seriöse Informationsportale.

Außerdem solltest du immer einen Blick in die Navigation werfen. Hier gibt es immer mal einen Bereich „Nützliche Links“, „Kommentierte Links“ oder „Linksammlung“. Meistens befindet er sich im Footer-Bereich. Auch hier bekommst du meistens noch einmal ein paar gute Seiten zusammen, auf denen du dich weiter umsehen kannst. Wenn du beispielsweise auf größeren Seiten keinen Abschnitt mit Links findest, kannst du bei Google auch einfach mit „Links site:‘zu durchsuchende Seite‘“ danach suchen.

Zum Abschluss solltest du bei Google auch gleich noch die Kombination „Suchbegriff + Linksammlung/Links/Kommentierte Links/Nützliche Links“ ausprobieren. Oft lassen sich so auch noch ein paar gute Adressen finden.

3.3. Twitter für die Recherche nutzen

Jetzt, wo wir schon ein paar Seiten aus unserem Themenbereich kennen, empfiehlt es sich, mal bei Twitter vorbeizuschauen. Der Kurznachrichtendienst kann ein mächtiges Werkzeug beim Finden wichtiger Seiten eines Themenbereichs sein.

Wir beginnen dabei mit dem Twitter-Kanal einer Seite, die wir bei unserer bisherigen Recherche gefunden haben. Es sollte eine Seite sein, die auf den ersten Blick einen seriösen und gut besuchten Eindruck macht. In unserem Fall wäre das z. B. www.runnersworld.de. Wir gehen nun auf Twitter, geben den Suchbegriff ein und gelangen auf https://twitter.com/runnersworldde.

Hier klicken wir nun auf den Bereich „Folge ich“. In diesem Bereich kannst du sehen, welchen anderen Seiten der Kanal folgt. Üblicherweise finden sich hier viele andere Seiten aus dem entsprechenden Themengebiet. Bei den neu gefundenen Seiten kannst du nun wieder auf den „Folge-ich“-Bereich klicken und wiederum neue Seiten finden. Es ist hier also mit relativ wenig Mühe möglich, noch einmal mehr Informationsquellen zu finden. Anhand der Reaktionen und der Follower-Zahl kannst du dir auch gleich ein Bild davon machen, wie gut die Seite besucht und wie relevant sie ist.

Zu guter Letzt ist Twitter auch gut geeignet, um sich über aktuelle Aspekte eines Themas zu informieren. Hier kannst du dir mit relativ wenig Aufwand auf deinen Bedarf zugeschnittene News-Feeds erstellen. Möglich ist dies mit der Listenfunktion.

3.4. Ähnliche Seiten finden

Nun solltest du schon eine ziemlich große Zahl an Seiten gefunden haben. Das reicht uns aber immer noch nicht. Als Nächstes suchen wir auch noch nach ähnlichen Seiten. Das ist ein relativ einfacher Schritt, um noch einmal ein paar zusätzliche Webauftritte zu finden.

Die einfachste Möglichkeit besteht darin, die Domain bei Google einzugeben und dann bei den Ergebnissen auf den kleinen grünen Pfeil zu klicken. Hier kannst du dir bei vielen (aber nicht allen) Seiten ähnliche Seiten anzeigen lassen.

Alternativ kannst du Tools wie http://de.similarsites.com nutzen. Hier gibst du die Seite einfach ein und bekommst eine Reihe ähnlicher Vertreter angezeigt.

3.5. Themen und Keywords finden

Nun hast du fürs Erste einen ausreichend großen Datenpool. Damit verschaffst du dir zunächst einen Blick darüber, welche Themen oft behandelt werden und welche Keywords oft zum Einsatz kommen. Diese notierst du dir und suchst damit in Keyword-Tools nach weiteren Wortvorschlägen. Hier kannst du beispielsweise Googles Keyword Planner, ein WDF*IDF-Tool oder Übersuggest nutzen.

Deinen Vorrat an Keywords kannst du darüber hinaus noch einmal ausweiten, indem du in einem Thesaurus nach Synonymen suchst. Wer noch etwas weitergehen will, kann Spezialwörterbücher nutzen, um weitere Wortverbindungen zu finden, die für eine Suche genutzt werden können. Hier sind vor allem der Wortschatz nach Sachgruppen von Franz Dornseiff und das Wörterbuch der Kollokationen im Deutschen von Uwe Quasthoff zu empfehlen.

Diese Phase der Recherche ist gut geeignet, um nicht ganz so offensichtliche Dimensionen eines Themas zu finden. In unserem Fall könnten das zum Beispiel Fragen sein wie:

  • Wie pflege ich Schürfwunden nach langen Läufen am besten?
  • Wie organisiere ich meine Zeit am besten, sodass ich regelmäßig laufen gehen kann?
  • Ab wann darf mein Kind einen Halbmarathon laufen?

Hier können wie bereits angedeutet verschiedene Kreativitätstechniken dabei helfen, neue Perspektiven zu finden. Damit beschäftigen wir uns in einem eigenen Beitrag noch einmal gesondert.

3.6. Blogs finden

Jetzt, wo wir eine sehr große Menge an Seiten und Keywords gesammelt haben, suchen wir abschließend noch nach Blogs.

Diesen Punkt haben wir uns deshalb für den Schluss aufgehoben, weil sich gewissenhafte Blogbetreiber im Normalfall sehr tiefgründig mit einem Thema beschäftigen. Unser großer Fundus an Keywords, Themen und unser neu gewonnenes Gespür für themenspezifische Formulierungen gibt uns nun mehr als genug Möglichkeiten an die Hand, sehr spezifisch nach Blogs zu suchen.

Unser wichtigster Suchoperator ist dabei: „Suchbegriff inurl:Blog“.

Damit sagen wir Google, dass nur Ergebnisse angezeigt werden sollen, in deren URL das Wort Blog vorkommt. Suchen wir also nach Blogs, die sich spezifisch mit dem Thema Lauf-ABC auseinandersetzen, geben wir als Suchbegriff ein: Lauf-ABC inurl:Blog.

Je nachdem, wie viele Suchbegriffe angezeigt werden, kann es sich jetzt noch einmal lohnen, die Ergebniszahl einzuschränken. Dafür hängst du einfach ein ‚-‚ vor die Suchbegriffe, die nicht enthalten sein sollen. Hier verwenden wir häufig Einschränkungen wie -Shop –Preisvergleich etc. So schließen wir aus, dass primär kommerzielle Seiten angezeigt werden, und stellen sicher, dass der Fokus eher auf authentischen organischen Seiten liegt. In unserem Fall hieße der Suchbegriff also:

„Lauf-ABC inurl:Blog –Shop –Preisvergleich“

Wenn es dir vor allem darauf ankommt, authentische Blogs mit echten Erfahrungen zu finden, die mit Herzblut geschrieben sind, kannst du auch einen kleinen Trick nutzen.

Du suchst in dem Fall nicht nur nach Inhalten, sondern auch nach sprachlichen Registern, die Engagement, Natürlichkeit und Sympathie signalisieren. Ein gutes Gefühl dafür bekommst du, wenn du schon ein paar gute Blogs aus dem Sportbereich kennst. Sieh dich z. B. nach Äußerungen wie den folgenden um:

  • (Beine) schwer wie Blei
  • Ich dachte, ich kann nicht mehr
  • So geschwitzt
  • Hallo, ihr Lieben

Wenn ein Text Äußerungen wie diese enthält, liegt die Vermutung nahe, dass hier jemand mit Herzblut schreibt. Nutze also auch sprachliche Wendungen bei der Suche, die du mit Sympathie und Begeisterung assoziierst. Die können gerne auch etwas stärker aus dem Spektrum der gesprochenen Sprache stammen. Diese bindest du mit dem Suchoperator „intext:Suchbegriff“ ein. So werden nur Seiten gesucht, bei denen die entsprechende Wortverbindung im Fließtext vorkommt.

Eine komplette Suchanfrage könnte also z. B. so lauten:

„Lauf-ABC inurl:Blog intext:so glücklich –Shop –Preisvergleich“

Und siehe da, bereits auf der ersten Seite bekommen wir eine schöne Auswahl an Blogs, die sich sehr spezifisch und mit viel Engagement unserem Thema widmen.

Nun wollen wir unsere neu gefundenen Blogs auch gleich wieder nutzen, um noch ein paar weitere Seiten zu finden. Schließlich kann man davon ausgehen, dass, wer auf gute Blogs verlinkt, selbst auch etwas tiefer in der Materie steckt. Das funktioniert auch verhältnismäßig einfach – entweder per Suchoperator oder mit einem Tool.

Der entsprechende Operator heißt: „link:www.zu-untersuchende-Seite.de“. Damit werden dir alle Seiten angezeigt, die auf die entsprechende Seite linken. Alternativ kannst du hier auch wieder den Intext-Operator nutzen, um dir Seiten anzeigen zu lassen, bei denen der gesuchte Verweis im Fließtext vorkommt.

Als weitere Möglichkeit stehen Tools wie http://www.backlinktext.com oder http://www.seokicks.de zur Verfügung. Hier gibst du einfach die Adresse des Blogs ein und lässt dir verlinkende Seiten anzeigen. So entwickelst du auch gleich ein gutes Gefühl dafür, wie bekannt der Blog ist.

3.7. Seriöse neutrale Informationsquellen finden

Zu guter Letzt nutzen wir auch gleich noch die Gelegenheit und legen uns eine Liste mit neutralen unabhängigen Quellen an. Die hat für uns verschiedene Aufgaben. Einmal können wir sie nutzen, um Informationen unserer gesammelten Seiten zu validieren. Auf der anderen Seite können wir sie später als Quellenverweise nutzen und so die Vertrauensbildung zu unseren Besuchern stärken.

Als Grundlage unserer Recherche dienen uns wieder unsere bereits gesammelten Keywords. Diese kombinieren wir mit Suchbegriffen, die die Ergebnisse auf Informationen offizieller Stellen einschränken.

Solche Suchbegriffe können z. B. sein:

  • Bundesregierung
  • Behörde
  • Amt
  • Institut
  • Verwaltung
  • Verband
  • Vereinigung
  • Kammer
  • Fachbeirat
  • Stiftung
  • Gesellschaft

So kommen wir bei einer Anfrage wie „Laufsport Verband“ beispielsweise auf den Deutschen Leichtathletik-Verband, der schon auf Anhieb viele Kriterien einer seriösen Quelle erfüllt. Geben wir „Laufsport Institut“ ein, bekommen wir unter anderem ein Ergebnis der Universität Mannheim. Auch diese Seite können wir uns ruhigen Gewissens als potenzielle Quelle vermerken.

Besonders seriös sind Quellen mit Regierungsbezug. Wenn man ein wenig in dieser Richtung sucht, kommt man beispielsweise auf den Sportausschuss des Bundestages, die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages oder das Bundesministerium des Innern. Hier wird häufig auch nochmal auf seriöse Quellen des Themenspektrums verlinkt

Mit Begriffen wie Sportverband, Sportjugend und Sportamt kann man auch wieder auf anderen Plattformen wie Twitter oder der Wikipedia-Kategorie-Suche recherchieren. Du siehst, einmal gefundene Quellen können sehr vielfältig weiterverwendet werden.

Unsere Empfehlung:

Stell dir bereits im Vorfeld der konkreten Seitengestaltung eine strukturierte Bibliothek neutraler Links zusammen. Das erleichtert es dir einerseits, bei Bedarf schnell neue relevante Seiten zu finden, zum anderen hast du gleich ein gutes Vorgehensmuster, wenn du eine Seite zu einem anderen Thema aufbauen willst.

Dies ist der erste Teil unseres Beitrags zur Wettbewerberanalyse. Wie wir in den nächsten Schritten relevante Wettbewerber herausfiltern, ihre Stärken und Schwächen analysieren und sie uns zunutze machen, erfährst du in unserem nächsten Beitrag.

So beauftragst du erfolgreich einen Texter – darauf kommt es an.

Texter beauftragen: Was du wissen musst, wenn du einen wirklich guten und von Hand gemachten Text erstellen lassen willst.

So erstellst du ein Texter-Briefing

Du willst mit spannenden Webseitentexten mehr Besucher zu Kunden machen? Dann brauchst du neben einem erfahrenen Texter vor allem eins – ein transparentes Briefing. Es ermöglicht eine effiziente Zusammenarbeit und erspart dir kostenintensive Korrekturschleifen. Wie du ein gutes Briefing schreibst, erfährst du hier.

Inhalt:

  • Die Funktion
  • Der Inhalt
  • Der Kontext
  • Die Form
  • Die Zusammenarbeit
  • Generelle Hinweise

Die Funktion

Die Funktion des Textes ist der zentrale Bezugspunkt. Ihm ordnen sich alle Teile des Briefings unter – vom Inhalt bis zur Form.

Häufig liest man in Briefings Vorgaben wie: Wissen vermitteln, Inspirieren, Unterhalten, Hilfestellung geben oder Verweildauer erhöhen. Das sind aber keine Ziele, sondern Methoden, noch dazu undifferenziert und auf unterschiedlichen Abstraktionsgraden. Ein sinnvolles Ziel könnte hingegen so aussehen:

„Der Leser hat ein schwerwiegendes Problem beim Defragmentieren seiner Festplatte. Mach ihn so wütend, dass er sich sofort bei unseren Service-Mitarbeitern Luft verschaffen will.“

Unser zugehöriges internes Ziel könnte in diesem Fall z. B. lauten:

„Steigerung der Kontaktanfragen um 10%“

Was tun wir hier genau? Der Reihe nach:

  1. Wir unterscheiden zwischen messbarem Endziel, Teilziel und Methode

Unser messbares Endziel ist die Erhöhung der Kontaktanfragenzahl. Von diesem abstrakten Endziel aus entwickeln wir ein konkretes Teilziel. Das tun wir, indem wir uns folgende Frage stellen: In welchem Zustand muss sich der Besucher nach dem Lesen unseres Textes befinden, damit er uns mit höherer Wahrscheinlichkeit anruft oder uns eine Mail schreibt? Der Weg zu diesem Teilziel ist unsere Methode. Diese Methode ist unsere Vorgabe für den Texter.

  1. Wir definieren ein Teilziel und entscheiden uns für eine Methode

Nun überlegen wir uns, welche Emotion einen starken Handlungsimpuls auslöst. In unserem Beispiel fällt die Wahl auf Wut, da sie den Betroffenen fast unwiderstehlich zu einer Abfuhrreaktion, z. B. zur Mitteilung seiner Gefühle, drängt. Die Erzeugung von Wut ist also unser Teilziel und die zentrale Vorgabe für den Texter. Nun definieren wir die Methode.

Der Texter soll verschiedene Grundbedürfnisse unseres Lesers auf unterschiedliche Art ansprechen: Verstärken oder Befriedigen. Befriedigen soll er vor allem diejenigen, die mit Vertrauen und Nähe korrelieren, stimulieren dagegen die, die den Leser Unzufriedenheit mit seiner aktuellen Situation empfinden lassen und zu einer Änderung treiben. Anbei ein paar Beispiele:

Bedürfnisse befriedigen:

Bedürfnis Vorgabe für Texter
Vorhersagbarkeit –          Tipps zur Lösung von aktuellem Problem geben

–          Positive Kundenbewertungen in den Text einbauen

Wissen –          Informationen in nüchternem Stil vermitteln
Sicherheit –          Kontaktmöglichkeit für Rückfragen anbieten
Verstecken –          Möglichkeit zur anonymen Problembehandlung geben

–          Ihn davor schützen, sein Problem vor Bekannten zugeben zu müssen (Schutz vor Statusverlust)

Bedürfnisse stimulieren:

Bedürfnis Vorgabe für Texter
Kontrolle –          Fachtermini und komplexe Lösungsskizzen verwenden

–          Dem Leser suggerieren, dass er nicht die Fähigkeit hat, das Problem allein zu lösen -> Empfundener Kontrollverlust

–          Gleichzeitig Bedürfnis nach Sicherheit befriedigen, da wir als Dienstleister über das Know-How verfügen und er uns jederzeit kontaktieren kann.

Erfolg/Zielerreichung –          Darauf hinweisen, wie wichtig eine funktionierende Festplatte für die meisten Arbeitsaufgaben ist.

–          Darauf hinweisen, dass ihn das Festplattenproblem hindert, ein für ihn wichtiges Problem zu lösen -> Erzeugung von Frustration.

Status –          Zeigen, dass die fehlende Fähigkeit, ein wichtiges Problem zu lösen, Personen in den Augen ihrer Mitmenschen herabsetzen kann -> Angst vor Statusverlust -> Frustration.

–          Zeigen, dass andere Leute die eigene erfolgreiche Lösung verwenden -> Angst, weniger Autonomie bei der Befriedigung von Bedürfnissen zu haben als andere -> Angst vor Statusverlust, vor Kontrollverlust, vor Ausgrenzung …

Das gleiche Teilziel können wir auch über ganz andere Bedürfniskombinationen ansprechen. Wir könnten z. B. auch Grundbedürfnisse wie die nach Wettbewerbssituationen, der Pflege von Mitmenschen, Bedeutung, Konformität oder anderen der rund 50 Lebensbereiche stimulieren oder befriedigen. Bei der Gestaltung von Texten haben wir und unser Texter entsprechend mehr Möglichkeiten.

  1. Wir geben dem Texter vor, wie er die Methode umsetzt

Bei der Ansprache der Bedürfnisse stehen dem Texter verschiedene Ressourcen zur Verfügung. Wir verwenden beispielsweise mehrdimensionale lexikalische Cluster, Kreativitätstechniken, Erzählstrukturen, Einwandbehandlungsmethoden und Coping-Strategien. Die Auswahl erfolgt in Hinblick darauf, wie wir in unserem Besucher am besten die Emotionskombination entstehen lassen, die ihn stark genug zur Kontaktaufnahme motiviert.

Eine Vorgabe für unseren Texter könnte in unserem Beispiel also folgendermaßen lauten:

„Befriedige die Bedürfnisse des Lesers nach Vorhersagbarkeit und Sicherheit. Stimuliere seine Bedürfnisse nach Kontrolle, Erfolg und Status. Verwende dabei die Coping-Strategie Zielabsenkung, die Technik des unzuverlässigen Erzählens, spannungssteigernde Elemente und eine Wendung.“

Merke: In vielen Briefings werden Methoden für Ziele missverstanden. Prüfe, ob Hauptziel, Teilziele und Methoden klar voneinander getrennt sind. So wird auch der Texter seltener mit Rückfragen zu dir kommen.

Professionelle Keywordrecherche

Professionelle Keywordrecherche – Tipps und Tricks

Warum Keywordrecherche?

  • Grundlage für SEO und Google Ad Words
  • Suchverhalten der relevanten Zielgruppen
  • Recherche für relevante Fragen und Probleme der Kunden
  • neue Themenbereiche entdecken
  • Intention hinter den Keywords ermitteln (kaufen, tipps, etc)

Was gehört zur Keywordrecherche?

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